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July 2008 - Posts

  • Bellagio Cup IV - Tag 5: Platz 1 und 3 für P5er

    By ShadowBJ21 - Jul 18 2008, 03:25 AM

    Mike SirWatts Watson hat es tatsächlich geschafft. Der 24 jährige Online-Pokerprofi gewann den Finaltisch des WPT Bellagio Cup IV bestehend aus 4 Live- und 2 Online-Profis und bekam dafür $1.635.000.

    Gabe Thaler war der erste, der den Tisch verlassen mußte. Sein Shortstack ging an SirWatts dessen AJ Nut-Flushdraw auf einem 754 Board gegen Thalers 1010 gewann als der River eine 8 brachte. Für Thalers sechsten Platz gab es $129.275.

    Der Nächste der gehen mußte war dann John Phan. Er schaffte es zwar sich bis auf die zweite Chipposition vorzuarbeiten, mußte dann aber in einer einzigen Hand fünf Millionen Chips an Luke IWEARGOGGLES Staudenmaier und sein Full House abgeben. Danach gab es einen Bad Beat als Phans A10 gegen Ralph Perrys A9 den kürzeren zog. Und die finale Hand war nicht viel besser - Phans A9 konnte sich nicht gegen David Benyamines A6 durchsetzen. Phan erhielt für seinen fünften Platz $193.915.

    Nur drei Hände später war es auch für Ralph Perry Zeit das Turnier zu verlassen. Sein KJ konnte sich nicht gegen Watsons AQ durchsetzen und er erhielt $290.900 für seinen 4. Platz.

    Zu dieser Zeit hatte sich Luke IWEARGOGGLES Staudenmaier (Bild rechts) die Position des Chipleaders erarbeitet. Eine mehr als eindrucksvolle Leistung wenn man bedenkt, dass er den finalen Tisch der letzten Neun als absoluter Shortstack begann. Aber nun mußte er diese Führung an David Benyamine abgeben als dieser mit AJ gegen Staudenmaiers A10 verdoppeln konnte. Kurz danach lief Staudenmaier mit fast derselben Hand (A10) in Watsons AQ und ihm blieben gerade noch etwa 3 Big Blinds übrig. Staudenmeiers finale Hand hatte dann noch eine Menge Drama. Denn sein All-In wurde sowohl von Watson als auch Benyamine gecalled. Der Flop zeigte Q53 und Benyamine foldete zur Überraschung der Zuschauer Top-Pair (Q4) offen nach einem Bet von Watson. Aber Benyamine hatte die Richtige Eingebung ... denn Watson zeigte Q8. Luke IWEARGOGGLES Staudenmaiers K4 war ohne Chance und er beendete das Turnier auf einem hervorragenden dritten Platz und mit einem Preisgeld von $452.465.

    In das folgende Heads-Up ging dann David Benyamine mit einem deutlichen Chiplead:

    David Benyamine - 11.700.000
    Mike SirWatts Watson - 8.420.000

    ...aber Watson konnte sich den Chiplead zurückholen als er in einer Coinflip-Situation mit AK und einem Ass auf dem River gegen Benyamines QQ gewinnen konnte. Nach dieser Hand lag Watson mit 6:1 in Chips in Führung. Auch in der finalen Hand hatte Benyamine noch einmal die Chance zum Verdoppeln als er Preflop mit K9 gegen Watsons Q9 vorne lag. Aber eine weitere Dame auf dem Turn beendete seine Hoffnungen und Benyamine mußte sich mit Platz 2 und $840.295 zufriedengeben.

    Mike SirWatts Watson (Bild links) beendete damit den WPT Bellagio Cup IV als Sieger. Ein Turnier, dass er vor allem in den letzten zwei Tagen mehr als dominiert hatte. Neben dem Preisgeld von $1.673.770 erhält Watson ein WPT Bracelet und das Ticket für das große WPT Finale im kommenden April.

    Im Rahmen des Bellagio Cup IV gab die WPT auch bekannt, dass für die kommende Saison ein neuer Sender gefunden wurde, der die Ausstrahlung übernimmt. Der Sender GSN, von dem die WPT bisher übertragen wurde, hatte ja vor einiger Zeit erklärt die Option für die Übertragung nicht mehr wahrnehmen zu wollen. WPT CEO Steve Lipscomb konnte heute mit Freude verkünden, dass die WPT von nun an von FoxSports übertragen wird.

    Hier die weiteren WPT Termine der aktuellen Season:

    Bicycle Casino Legends of Poker
    August 23 - 28, 2008
    Bicycle Casino
    Bell Gardens, Kalifornien

    Borgata Poker Open
    September 14 - 18, 2008
    Borgata
    Atlantic City, New Jersey

    North American Poker Championship
    Oktober 10 - 16, 2008
    Fallsview Casino Resort
    Niagara Falls, Ontario

    Festa Al Lago
    Oktober 20 - 25, 2008
    Bellagio
    Las Vegas, Nevada

    Foxwoods World Poker Finals
    November 5 - 11, 2008
    Foxwoods Resort Casino
    Mashantucket, Connecticut

    Doyle Brunson Five Diamond World Poker Classic
    Dezember 13 - 19, 2008
    Bellagio
    Las Vegas, Nevada

    Gulf Coast Poker Championship
    Januar 16 - 19, 2009
    Beau Rivage
    Biloxi, Mississippi

    Borgata Poker Classic
    Januar 25 - 29, 2009
    Borgata
    Atlantic City, New Jersey

    LA Poker Classic
    Februar 28 - Mar 5, 2009
    Commerce Casino
    Commerce, Kalifornien

    WPT Celebrity Invitational
    März 7 - 9, 2009
    Commerce Casino
    Commerce, Kalifornien

    Bay 101 Shooting Star
    März 16 - 20, 2009
    Bay 101
    San Jose, Kalifornien

    Foxwoods Poker Classic
    April 4 - 9, 2009
    Foxwoods Resort Casino
    Mashantucket, Connecticut

    WPT World Championship
    April 18 - 25, 2009
    Bellagio
    Las Vegas, Nevada

     


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  • PocketFivesLive WSOP Zusammenfassung: Acht Bracelets für P5er

    By Dan - Jul 17 2008, 10:34 AM

    Die P5er haben sich bei der World Series of Poker 2008 wieder einmal als sehr stark erwiesen ... und das Main-Event ist ja noch nicht vorbei. Scott r_a_y Montgomery ist immer noch im $10.000 Main-Event dabei und wartet darauf in 117 Tagen zurück ins Rio zu kommen. In der Zwischenzeit können sich die P5er über 8 Bracelets und Preisgelder in Höhe von $19.9 Millionen freuen. Insgesamt sechs PocketFivesLive.com Reporter haben dafür gesorgt, dass die P5s Gemeinschaft immer auf dem aktuellen Stand war.

    Grant drossxyu Hinkle und Blair blur5f6 Hinkle sind die ersten Brüder, die es geschafft haben im selben Jahr eine Bracelet zu holen. Bisher gab es überhaupt erst ein Brüderpaar (Puggy and J.C. Pearson) dem es überhaupt gelang Bracelets zu gewinnen. Grant gewann das Event #2 ($1.500 NL Hold'em) und ließ damit das größte Teilnehmerfeld abseits des Main-Events hinter sich. Für Grant gab es damit einen Zahltag in Höhe von $831.462. Einundzwanzig Tage später war es Blair, der sich im $2,000 NL Hold'em $507.563 holte. Ohne Frage war die 2008 WSOP eine sehr erfreuliche Erfahrung für die Hinkle Familie aus Kansas City, Missouri.

    Michael worldsgrtest Banducci gewann Event #5, das $1.000 Rebuy Turnier. Für ihn gab es $636.736 und sein erstes World Series of Poker Bracelet. Damit setzte er den guten Lauf der Online-Spieler fort, die bei der WSOP erfolgreich waren. "Die Zeit die man braucht, um ein erfolgreicher Spieler zu werden, ist am Computer deutlich kleiner. Wir spielen so viele Hände, wir sprechen mit Freunden (über unsere Hände). Man lernt so schnell. Ich denke junge Spieler verstehen die Grundlagen viel besser. Ältere Spieler wissen vielleicht mehr über das Spiel im realen Leben, aber die Zukunft des erfolgreichen Pokerns liegt im Verständniss der Grundlagen" so Michael.

    Barry barryg1 Greenstein gewann mit Event #26 ($1.500 Seven Card Razz) sein drittes WSOP Bracelet und $157.643. Sein erstes Braclet holte er 2004 im $5.000 No-Limit Deuce to Seven Draw und das zweite im Jahr 2005 beim $1.500 Pot-Limit Omaha. Greensteins WSOP Gewinne haben inzwischen $2.1 Millionen erreicht.

    Sebastian miamivice Ruthenberg aus Deutschland konnte dann das $5.000 Seven Card Stud Hi/Lo Event (#33) und $328.756 gewinnen. Darüber hinaus kam er in Event #31 in die Geldränge. Sebastian konnte 2007 im fünften Event der PokerStars World Championship of Online Poker als Zweitplatzierter $225.636,25 gewinnen. Im Januar gewann er das $75.000 Garantie Event bei FullTilt für $20.520.

    Davidi legrouzin Kitai war der erste Belgier, der ein WSOP Bracelet gewinnen konnte. Weitere Länder die bereits einen WSOP Gewinner vorweisen können sind: Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Holland, Italien, Russland und die USA. Kitai sammelte für seinen Gewinn im Event #38 ($2.000 Pot Limit Hold’em) $244.546 ein.

    Alexandre Allingomes Gomes bekam für seinen Gewinn im Event #48 ($2.000 No Limit Hold'em) $770.540. Das Turnier zog 2.317 Spieler für einen Preispool von $4,2 Millionen an. Gomes gewann auch das "Hundred Fifty Grand" am Mittwoch auf PokerStars für $65.333,16 und erreichte einen fünften Platz beim "Super Tuesday" für $20.700.

    Und am Ende besiegte Matt mattg1983 Graham noch Survivor Teilnehmer und Team Bodog Mitglied Jean-Robert Bellande und gewann sein erstes WSOP Bracelet. Dieses achte Bracelet der P5er kam zum letztmöglichen Zeitpunkt, da es sich dabei um das Event #53 handelte - das letzte vor dem Main Event. Grahams vierter Geldgewinn auf der WSOP 2008 brachte ihm $278.180 ein.

    PocketFivesLive.com meldet sich demnächst wieder wenn wir ab dem 23. August vom WPT "Legends of Poker" Event im Bycicle Casino in Los Angeles berichten werden. PocketFivesLive Reporter Court Harrington wird vor Ort sein um über die Erfolge der P5er zu berichten.

    Hier gibt es eine vollständige Liste der Resultate der P5er bei der WSOP 2008 (soweit sie uns bekannt sind): P5'ers 2008 WSOP Cash List. Gratulation an alle P5er die es ins Geld geschafft haben und viel Glück für Montgomery, der als einer der "November Nine" in 117 Tagen um das letzte Bracelet kämpfen wird. PocketFivesLive.com wird natürlich auch vom Main Event berichten.


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  • Bellagio Cup IV - Tag 4: Mike "SirWatts" Watson ist nicht zu stoppen

    By ShadowBJ21 - Jul 17 2008, 04:44 AM

    Für Mike SirWatts Watson (Bild links) läuft es beim Bellagio Cup einfach optimal. Als Chipleader war er in den Tag gestartet und in dieser Position beendete er ihn auch mit 5.060.000 Chips. Zwischenzeitlich mußte er dir Führung zwar an David Benyamine abgeben, der zeitweise fast doppelt so viele Chips wie sein Verfolger hatte. Am Ende bleibt David Benyamine aber immer noch in Schlagdistanz zu SirWatts mit 4.860.000 Chips auf Platz 2.

    Luke IWEARGOGGLES Staudenmaier (Bild rechts) ging als einer der kleineren Stacks in den Tag. Und auch an den Tisch der letzten 9 ging er in der letzten Position - konnte sich aber mit 3.495.000 dann auf den 3. Platz im Chipcount (Average) hocharbeiten. Damit hält er nicht nur genausoviele Chips wie John Phan sondern auch soviele, wie seine die Verfolger auf den Positionen 5 und 6 zusammengenommen.

    Für Hevad RaiNKhAN Khan reichte es diesmal "nur" zu einem 25. Platz ($38.785). Die Vorentscheidung kam in einer Hand gegen John Phan. Auf einem Q-Hoch Flop ging alles Geld in die Mitte. RaiNKhAN hielt KQ lag aber damit gegen Phans AQ hinten. Kurz danach kam das Aus als RaiNKhAN mit seinen letzten 5.000 Chips all-in ging.

    Auch für Barry barryg1 Greenstein (der als Shortstack in den Tag ging) blieb "nur" ein Preisgeld von $38.785 als er kurz vorher auf Platz 30 mit 99 gegen Glen Chornys A9 (und einem Ass auf dem Turn) ausschied.

    Der TV-Final Tisch der heute abend beginnt sieht daher wie folgt aus:

    Platz 1: Ralph Perry - 1.635.000
    Platz 2: Luke IWearGoggles Staudenmaier - 3.495.000
    Platz 3: John "The Razor" Phan - 3.495.000
    Platz 4: David Benyamine - 4.860.000
    Platz 5: Gabe Thaler - 1.550.000
    Platz 6: Mike SirWatts Watson - 5,060,000

    Es sind noch 50 Minuten in Level 24 zu spielen (40.000/80.000 Ante 10.000)


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  • Der Glücksspielstaatsvertrag und seine Folgen

    By ShadowBJ21 - Jul 16 2008, 03:52 PM

    Bisher haben vor allem die Veranstalter von Pokerturnieren den neuen Glücksspielstaatsvertrag schmerzhaft zu spüren bekommen. Es hagelte Verbote über Verbote. Dabei sei dahingestellt inwieweit er (nach EU-Recht) überhaupt Rechtens ist. Das ist eine Diskussion, die die führen müssen, die mehr von der Materie verstehen.

    Tatsache ist aber, dass es auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrag diverse Entscheidungen und Verbote gibt. Und die betreffen jetzt auch RTL, ZDF, ARD und sogar die staatlichen Lotterien selbst.

    So hat nach Angaben der Süddeutschen Zeitung vom 16.07 die niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) nun RTL mitgeteilt, dass die SKL-Show mit Günther Jauch nicht mehr gesendet werden darf, "...weil sie ihrer Ansicht nach gegen die neuen Vorschriften für Glücksspiele verstößt". Denn aufgrund des Glücksspielstaatsvertrags ist Werbung für Glücksspiel im Fernsehen nicht zulässig. Da die SKL (Staatliche Klassenlotterie) der Sponsor dieser Sendung sei, ergebe sich "Das Verbot von solchen Sendungen ... aus dem neuen Glücksspielrecht".

    Das sieht man bei der SKL natürlich ganz anders: "Inhalt der Sendung sei die offizielle Ziehung der Gewinner. Jauch erwähne lediglich zu Beginn der Show kurz, dass die Kandidaten Besitzer eines SKL-Loses seien. Danach werde die Lotterie, abgesehen vom SKL-Schriftzug, grundsätzlich nicht zum Werbegegenstand der weiteren Sendung gemacht". Daher ist auch zu erwarten, dass SKL-Chef Gerhard Rombach gegen diese Entscheidung rechtliche Schritte unternehmen wird. Bisher hält man sich bei der SKL aber mit konkreten Aussagen noch zurück.

    Tatsache ist aber auch, dass die Show - in der man bis zu fünf Millionen Euro gewinnen konnte - einen großen Einfluß auf die Verkaufszahlen der SKL-Lose hatte. Daher tut dieses Verbot der SKL mit Sicherheit besonders weh, zumal bereits vorher der Verkauf von Losen über das Telefon verboten worden war.

    Wenig überraschend auch, dass die Bundesländer (die an der SKL kräftig mitverdienen) nun von der "harten Auslegung" ihres eigenen Glücksspielstaatsvertrag nichts mehr wissen wollen. So schreibt das bayerische Innenministerium im Namen der Glücksspielaufsichtsbehörde: "Die 5-Millionen-SKL-Show sei im Lichte der neuen Vorschriften grundsätzlich zulässig ... Es bedürfe lediglich einiger Änderungen". Die Begründung liegt darin, dass "...es sich nicht um Werbung, sondern um einen redaktionellen Programmteil" handele.

    Bereits vor einigen Tagen hatten sich ARD und ZDF entsetzt darüber geäussert, dass TV-Spots der gemeinnützigen Fernsehlotterien "Ein Platz an der Sonne" und "Aktion Mensch" verboten wurden. NDR-Vizeintendant Arno Beyer meinte dazu, die "...existenzgefährdenden Auflagen der Lottoaufsicht seien absurd ... Der Verkauf von Losen, deren Erlös karitativen und sozialen Einrichtungen zugutekommt, führt doch nicht zur Spielsucht". Begründet wurde das Verbot insbesondere damit, "...dass die Filme zu emotional seien".

    Auch den Anbietern von Lotterielosen über das Internet (z.B. Faber, Tipp24 und Jaxx) drohen schwere Zeiten. Denn "Der neue Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2009 sämtliche Glücksspiele im Internet unzulässig sind", so Klaus Sattler von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg in Stuttgart. Diese Verbot betrifft natürlich neben Lotto auch Sportwetten. Allerdings gibt es für Internetnutzer aus Deutschland eine Grauzone, denn ob sich Kunden von Wettanbietern mit legalen Lizenzen aus den EU-Staaten, Maltas und Großbritanniens strafbar machen oder nicht, ist laut Martin Jaschinski - Rechtsanwalt und Experte für Glücksspielrecht aus Berlin - derzeit noch unklar. Außerdem wäre die Strafvervfolgung von Spielern für die Staatsanwaltschaft "...sicher eine Sisyphos-Arbeit" so Jaschinski weiter.

    Und natürlich gilt das, was für Sportwetten gilt, gleichermaßen auch für das Pokerspiel im Internet - denn rechtlich gesehen gilt Poker in Deutschland leider immer noch als Glücksspiel. Damit fällt es aber in die selbe eben beschriebene Grauzone.

    Allerdings gibt es gerade für Pokerspieler auch wieder die ersten (kleinen) guten Nachrichten. Im Frühjahr hatte der Rheinland-Pfälzische Innenminister Karl-Peter Bruch sämtliche Pokerturniere (egal ob mit Geldeinsatz oder Ohne) verboten, da Pokerturniere an sich die Spielsucht fördern würden. Das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße hat dieses Verbot nun teilweise aufgehoben (Aktenzeichen: VG Neustadt/Weinstraße 5 L 592/08.NW), nachdem eine Veranstalterin dagegen geklagt hatte. Allerdings beschäftigten sich die Richter nicht mit der grundsätzlichen Frage des illegalen Glücksspiels. Vielmehr wurde die Aufhebung des Verbots mit dem "Grundrecht auf freie Berufsausübung" und den "erhebliche finanzielle Folgen" des Verbots für die Veranstalterin begründet. Daher verwundert es auch nicht, daß die Grenzen in denen Pokerturniere stattfinden dürfen sehr eng gesteckt wurden. Es darf keine Spieleinsatz, sondern nur ein Startgeld von maximal 15 Euro verlangt werden. Geldpreise für die Sieger sind unzulässig und Sachpreise dürfen den Wert von 250 Euro nicht überschreiten. Dabei ist allerdings derzeit unter Experten noch unklar, ob es sich um den den Gesamtbetrag oder den jeweiligen Einzelgewinn handelt.

    Und an eine schnelle Aufhebung des Verbots ist erst einmal nicht zu denken, da das Innenministerium der Entscheidung einer unteren Gerichtsbehörde keine wirkliche Bedeutung zumisst. Es steht daher zu erwarten, dass vor dem Oberverwaltungsgericht weiterverhandelt wird. Darüber hinaus kritisiert das Innenministerium, dass das Gericht offen gelassen habe, ob das Verbot nun gegen geltendes Recht verstosse oder nicht.

    Der Glücksspielstaatsvertrag und seine Folgen werden die Pokerspieler und viele andere also noch lange beschäftigen. Aber sowohl hier als auch in den USA (Stichwort UIGEA) sind gerade die Verfechter der "Poker ist kein Glücksspiel" Theorie kräftig dabei darum zu kämpfen hier Klarheit zugunsten des Spieler zu schaffen.

    Das es auch anders geht zeigen neben Österreich und Irland vor allem die Schweiz und Russland. Während in den beiden erstgenannten Poker grundsätzlich in vielen Formen legal abseits der staatlichen Casinos möglich ist, haben die beiden letztgenannten vor allem erkannt, dass Turnierpoker eine eigene Welt darstellt. In Russland wurde Turnierpoker erst letztes Jahr offiziell als "Sport" anerkannt und auch die Schweizer Behörden erkennen an, dass Turnierpoker ein hohes Maß an "Skill" verlangt. Daher ist es derzeit in der Schweiz möglich Turniere mit Geldgewinnen mit behördlicher Erlaubnis durchzuführen.

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